ANTON GRABNER-HAIDER

Dr. theol., Dr. habil. phil., Univ. Dozent, tit. Prof. für Religionsphilosophie

Geb. 1940 in Pöllau/Steiermark; Humanistisches Gymnasium in Graz; 1959 Matura/Abitur; Studium der Theologie und Philosophie in Graz, Tübingen, Bonn, Münster und Wien; 1965 Promotion zum Dr. theol in Graz; kath. Priesterweihe in Graz; 1967 Prof. für Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Graz; 1969 Laisierung als Priester und Heirat; damit Beendigung der Professur und Ausschluss aus der gesamten kirchlichen Theologie; persönliche Verfemung und Löschen aus dem Gedächtnis der Theologen (damnatio memoriae).

Danach Weiterstudium der Philosophie in Graz; Arbeit für Verlage als Lektor und Übersetzer; 1976 Habilitation für Religionsphilosophie an der Geisteswiss. Fakultät der Univ. Graz; seither dort Lehraufträge und Forschungsprojekte; 1982 Titel eines ao. Prof. durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Kunst in Wien; mehrere Forschungsprojekte in den Bereichen der Religionsphilosophie, der Kulturphilosophie und der Interkulturellen Philosophie.

Philosophische Orientierung:
Analytische Philosophie (B. Russell, L. Wittgenstein);
Kritischer Rationalismus (K.R. Popper);
Pragmatische Philosophie (Ch.S. Peirce, W. James, J. Dewey);
Postmoderne Philosophie (J.F. Lyotard, J. Derrida, R. Rorty).

Wissenschaftliche Tätigkeiten:
Vorträge und Vorlesungen;
Organisation von wissenschaftlichen Tagungen;
seit 2009 Organisation der “Sommerakademie Graz-Rein”;
Tagungen für den “Verein für Kulturgeschichte”;
Mitarbeit im “Verein für phil. Lebensberatung” in Graz und Wien.

Monatliche Arbeitskreise:
Grenzgespräche zwischen Naturwissenschaft und Religion (Mit K. Mittlinger);
Mitarbeit im Arbeitskreis Stoa (mit Dr. G. Pongratz);
im Arbeitskreis Christen und Agnostiker (mit Dr. E. Satter).

 
THEOLOGIE WOHIN?

 

Erscheinungsjahr: 2012
Plädoyer für eine freie Religionswissenschaft. Hg. und Hauptautor.

Das Buch zeigt, dass sich eine freie Theologie immer mehr in eine kritische Religionswissenschaft transformiert. Darin wird Religion als ein Teil der Kultur gesehen. Die von der Kirchen abhängige Theologie sollte von der Universitäten abziehen und sich in kirchlichen Hochschulen oder Universitäten organisieren. Denn im gegenwärtigen Zustand kommt es zu ständigen kirchenpolitischen Verzerrungen der theologischen und der historischen Forschung.

Theologie wohin?. Plädoyer für eine freie Religionswissenschaft


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